Der erloschene Vulkan Casitagua bei Pomasqui sollte aufgeforstet werden. Damit fing unsere Hilfe für Ecuador an. Über den Senior-Experten-Service konnten wir einen Förster gewinnen, der ein hervorragendes Konzept erarbeitete. Die Aufforstung mit einheimischen Bäumen wurde mit Geldern aus der Schweiz finanziert. Zum Naturschutz kam die soziale Hilfe. Wir übernahmen Kinderpatenschaften und die Finanzierung eines Kinderspielplatzes, den die Eltern der Kinder selbst bauten. Im Kindergarten von Pomasqui halfen die ersten Freiwilligen unseres Vereins mit.
Zur Einkommensverbesserung haben die Mütter der Patenkinder gemeinsam ein Handarbeitsprojekt begonnen, in dem auch die Kinder mitarbeiten. Sie fertigen sehr schöne Stickereien, häkeln und stricken. Ihre Produkte stellen sie in einer Vitrine in der Hosteria Alemana, unweit vom Äquatordenkmal, zum Verkauf aus. Sie verwalten ihr Projekt seit August 2005 völlig selbständig, bilden Fonds und richten Mikrokredite für ihre Gruppe ein. Jährlich liefern sie eine einwandfreie Buchhaltung über die erhaltenen Patenschaftsgelder und die finanzielle Entwicklung der Gruppe ab. Die Leitung hat die Mutter eines Patenkindes, Sra. Luz Imelda Loja. Die älteren Patenkinder werden zur Mitverantwortung und Übernahme von organisatorischen Aufgaben innerhalb der Gruppe erzogen.
"Manos Magicas = Zauberhände" (MM) nennt sich die Gruppe nicht ohne Stolz. Im Dezember 2006 wurde sie auf dem Weihnachtsbazar der Damas Alemanas von der Firma Textiles Latinoamericanos Textisimo S.A. entdeckt. Seither erhält sie regelmäßig Aufträge und strickt elegante Ponchos nach den Entwürfen der beiden deutschen Designerinnen Kathrin Zimmermann und Ute Auwärter.
Im Sommer 2007 haben sich die Frauen aus Pomasqui mit einer Gruppe in San Antonio zusammengeschlossen, die ebenfalls von Sra. Imelda geleitet wurde. Unter ihrem neuen Namen „El Arte de tejer y bordar Manos Magicas“, auf Quichua Alaja Rurashca Aguashca Bordado M.M. , führen sie die schicken Modelle, die zum Teil nach Frankreich exportiert werden, auf selbst organisierten Modenschauen vor. Die Gäste dieser Präsentationen erfreuen sie überdies mit traditionellen Tänzen in besonders farbenfrohen Kostümen aus der Region Cuenca.
Der Traum vom eigenen Laden ist noch nicht verwirklicht, aber ein erster Schritt ist getan. Sra. Imelda hat in ihrem Haus eine Wand herausgebrochen und ein großes Fenster eingebaut. So entstanden ein Schaufenster und ein Kiosk zugleich.
Die Erfolge der Gruppe sind auch uns eine besondere Freude und zeigen, daß Hilfe zur Selbsthilfe möglich ist. Einige Patenkinder haben es zum Studium geschafft und werden von ihren Paten bis zum Studienabschluß unterstützt. Lorena hat als erste ein Studium der Informatik abgeschlossen.



