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Ausbildungspatenschaften für Kinder und Jugendliche

Es ist sehr populär, für ein Kind in der dritten Welt eine Patenschaft zu übernehmen. Wir möchten in erster Linie die Eltern in die Lage versetzen, die Verantwortung für ihre Kinder selbst zu behalten. In unseren Projekten lernen die Eltern und die Kinder zusammen, wie man sich neue Lebensgrundlagen schaffen kann. Alle Kinder, die durch eine Patenschaft gefördert werden, arbeiten in Projekten mit, die sowohl der Entwicklung des Gemeinwesens dienen als auch Einkommen schaffen, zum Beispiel im Gemüseanbau, bei der Kleintierzucht, der Hilfe für die Alten in der Gemeinde, Herstellung von Handarbeiten etc. Die Kinder kommen aus besonders armen Familien und erhalten über eine Patenschaft eine angemessene Schulbildung.

Wir unterhalten solche Ausbildungspatenschaften für Kinder aus bedürftigen Familien in Pomasqui, einem Vorort von Quito, und den Andendörfern Tocachi, Cochasqui, La Esperanza, Chimburlo und Guaraquí. Die monatlichen Zahlungen werden zu einem Teil für Projekte verwendet, in denen die Kinder mithelfen, oder für die Schule, die sie besuchen. So werden die Kinder und die Eltern zu sozialer Verantwortung für die Gemeinschaft erzogen. Unsere Patenkinder in Pomasqui halfen in einem Projekt zur Integration behinderter Menschen. Sie lernten mit ihnen gemeinsam Kochen, Gartenbau, Handarbeiten, Töpfern und Malen und wie man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Mit den erworbenen Kentnissen haben sie zusammen mit ihren Müttern ein eigenes Projekt begonnen. Die Kinder aus den genannten Dörfern gehen im Provinzstädtchen Tabacundo auf die Oberschule und lernen auf der schuleigenen Farm organischen Gemüseanbau und Kleintierzucht. Die Produktion wird zum Wohle der Schule verkauft. Sie helfen beim Aufforstungsprogramm "Jugend forstet auf" mit. (Siehe auch unter Ausbildung). Alle Patenkinder werden durch zusätzliche Kurse und Nachhilfeunterricht besonders gefördert und schreiben regelmäßig an ihre Pateneltern. Einige Kinder lernen sogar freiwillig und mit Begeisterung deutsch.

Unsere Volontäre aus Deutschland und der Schweiz kümmern sich auch um familiäre Probleme. In vielen Familien der Patenkinder herrscht große Not durch Krankheiten. Wir haben einen Gesundheitsfonds eingerichtet und helfen mit Medikamenten und der Bezahlung ärztlicher Behandlung und Operationen.

Patenkind Lenin aus Tocachi geht gern in die Schule und lernt fleißig. Eine Schulklasse in Mannheim spendet jeden Montag einen Euro für ihn und er bedankt sich dafür in vielen Briefen an seine Freunde in Deutschland. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin finanzieren die Schüler sogar noch eine Halbtagsstelle für eine Lehrerin. Es wäre schön, wenn weitere Schulen und Klassen dem Beispiel folgten und mit einer Patenschaft einem Kind helfen würden